Corona-Pandemie beschleunigt die Modernisierung der kooperativen Beschaffung

Seit Februar hat das Sars Covid2-Virus die Welt fest im Griff gehabt. In Deutschland streben Politik und Wirtschaft nun zurück zur Normalität. Doch eines ist sicher: Die Corona-Krise wird sich auch nach der schrittweisen Zurücknahme der Kontaktbeschränkungen nachhaltig auf viele Bereiche auswirken. Schon jetzt wirkt sie wie ein Brandbeschleuniger auf die Schwächen deutscher Unternehmen bei der Digitalisierung, denn viele mittelständische Kooperationen und deren Anschlusshäuser haben dieses Thema in der Vergangenheit nur halbherzig angegangen.

Virtualisierung des Vertriebs treibt Digitalisierung

Insbesondere im Vertrieb haben die Kontaktbeschränkungen zu einem Digitalisierungsschub geführt. Wo Aussendienstbesuche, Roadshows und Hausmessen zur Kundenpflege nicht mehr möglich sind, muss die Absatzmarktbearbeitung auf digitalem Wege erfolgen. Bei aller Ausrichtung auf die Virtualisierung des Vertriebs gerät die Beschaffungsseite dabei oftmals aus dem Fokus. Denn auch hier machte Corona dem analog ausgerichteten Lieferanten-Beziehungsmanagement einen Strich durch die Rechnung. Wer die Anbindung an Beschaffungsplattformen, die Vernetzung eigener eShop-Lösungen mit den Lieferanten vor Corona nicht hinreichend vorangetrieben hat, geriet ins Hintertreffen. Die Marktanteilsgewinne der eCommerce-Puristen wird der stationäre Einzelhandel auch nach Corona nicht mehr zurückgewinnen.

Digitalisierung ist nur ein Teilaspekt des Relauchens des Einkaufs

Den Trend, durch die Nutzung digitaler Tools den operativen Einkauf zu entlasten und mehr Zeit und Raum für Strategisches Einkaufsmanagement zu schaffen, gab es lange vor Corona. Die Krise beschleunigt hier nur einen Veränderungsprozess der längst eingeläutet ist und bei dem die kleinen und mittleren Unternehmen gegenüber größeren Marktakteuren im Hintertreffen sind. Die Corona-Krise wirft jedoch auch ein Schlaglicht auf die bisher ausgeblendeten Risiken der Globalisierung. Plötzlich stellt sich für den kooperativen Einkauf die Frage von Lieferketten-Unterbrechungen. Sind alle Artikel, die ich benötige, um meinen Betrieb am Laufen zu halten, verfügbar? Was mache ich, wenn mein Lieferant Engpässe hat oder überhaupt nicht liefern kann oder will? Kann ich zeitnah auf alternative Beschaffungsquellen umschalten, habe ich auch für Systemlieferanten Ersatzlieferanten aufgebaut und gelistet? Die Frage, ob die Einkaufsorganisation über ein adäquates Risikomanagement verfügt beschäftigt aktuell nicht nur die Einkäufer, sondern auch viele Unternehmensleitungen, die sich genötigt sehen, den Einkauf eines Centartikels wie einer FFP-Maske zur Chefsache zu machen.

Bisherige Lieferketten stehen auf dem Prüfstand

Nicht nur im Bereich Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) greift ein Umdenken. In den vergangenen Jahren wurden oftmals Lieferanten reduziert und Bedarfe gebündelt, um die manuellen Aufwände möglichst gering zu halten und Kosten zu sparen. Dies sorgt in der Corona-Krise für zusätzliche Herausforderungen, denn in der weltumspannenden Pandemie haben plötzlich ganze Beschaffungsmärkte Lieferengpässe und Lieferausfälle.

Was jetzt in der Beschaffung zählt

In der Beschaffung zählt jetzt vor allem Liefersicherheit. Auch in der Krise benötigen Unternehmen zuverlässig Warennachschub. Das darf jedoch nicht dazu führen, dass alle Mitarbeiter unkontrolliert neue Beschaffungsquellen suchen und bestellen. Der Einkauf muss stets Transparenz und Kontrolle über den Beschaffungsprozess haben. Die Corona-Krise ist eine Ausnahmesituation, dennoch müssen Einkaufsrichtlinien eingehalten werden.

Was jetzt in der Beschaffung zählt

In Deutschland scheint der Höhepunkt der Pandemie überwunden zu sein. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Beschaffungsaktivitäten der Unternehmen verstärken sich aktuell jedoch noch. Darauf deutet auch die aktuelle Umfrage der Visable GmbH, Betreiber der B2B-Marktplätze „Wer liefert was“ und EUROPAGES hin: In ihrer zweiten Umfrage ging Visable der Frage nach, welche Folgen die Coronavirus-Pandemie für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum hat. Dabei wurden Ende April 2020 rund 300 KMU-Entscheider aus der DACH-Region befragt. Die erste Umfrage zum Thema hatte die Visable GmbH im März durchgeführt.

Die Ergebnisse der Umfrage sind ernüchternd und verdeutlichen die Zuspitzung der Lage für viele Unternehmen:

  • 62 Prozent leiden, nach eigenen Angaben, unter Umsatzeinbußen (Vergleich März: 45 Prozent).
  • 40 Prozent gaben an, in deutlich reduzierter Form zu arbeiten (Vergleich März: 19 Prozent).
  • 36 Prozent der Befragten gaben an, vor Beschaffungsproblemen zu stehen (Vergleich März: 28 Prozent)

Die Umfrage wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Strategischen Einkauf der Unternehmen: Die Produktionsausfälle vieler Vorlieferanten insbesondere in Beschaffungsmärkten Asien, Italien, Frankreich und der USA, die für rund 60 Prozent des Beschaffungsvolumens deutscher Unternehmen stehen, wirken sich erst zeitverzögert in der Zukunft aus. Die dramatische Situation bei den PSA in den letzten Monaten steht hier als mahnendes Beispiel für ein Primat der Kostenoptimierung ohne adäquates Risikomanagement.

Webinare: INSE ermöglicht neues Netzwerken

INSE-Webinare ersetzen Präsenzveranstaltungen

Die Covid-19 Pandemie stellt die Weltgemeinschaft vor ungekannte Herausforderungen. Wertschöpfungsketten sind unterbrochen, Grenzen geschlossen, manche Unternehmen gehen in eine Zwangspause und die Gesundheitssysteme werden einer nie dagewesenen Belastungsprobe unterzogen. „Soziale Distanzierung“, die Vermeidung von Kontakten unter Menschen, ist das Gebot der Stunde, um die rasante Verbreitung des Virus einzudämmen.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Einer Krise wohnt jedoch immer auch eine Chance inne. So sind viele Fomate des Netzwerkens, des Wissensaustausches und des sozialen Miteinanders derzeit zwar nicht möglich. Und auch das Institut für Nachhaltige Unternehmensführung kann seine Erfahrungs-Austauschformate und Präsenzseminare aktuell nicht in gewohnter Weise anbieten. Doch für die Digitalierung bringt Corona einen unverhofften Schub: Webmeetings statt Präsenzveranstaltungen lautet die Devise.

Neue INSE-Webinar-Formate

Dieses Motto hat sich auch das Institut für Nachhaltige Unternehmensführung auf die Fahne geschrieben. Wir bieten Erfahrungsaustausch und Seminarformate nunmehr als Online-Tutorials und Webinar-Formate an.

Links zu Soforthilfen für Unternehmen

Bundes- und Länderregierungen bieten den Unternehmen zahlreiche Hlfestellungen an. Neben einer flexibleren Handhabung des Kurzarbeitergeldes werden auch Soforthilfen für Kleinere und Mittlere Unternehmen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro – teilweise gewährt als verlorene Zuschüsse, unbegrenzte Liquiditätshilfen und ein Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit Staatsgarantien bis zu einer Höhe von 600 Mrd. Euro aufgesetzt. Die aktuellen Rettungspakete der Kreditanstalt für Wiederaufbau finden Sie hier. Ergänzend bieten alle Bundesländer eigene Hilfen für Unternehmen an. Eine Übersicht über die Angebote der Bundesländer finden Sie hier.

Krisenbewältigung für Kooperationen: Angebote des INSE

Viele Kooperationen laufen im Krisenmodus. Andere mussten den Geschäftsbetrieb auf Grund der behördlichen Schließungsanordnungen für die Mitgliedsunternehmen ausserhalb des Lebensmittelhandels, der Apotheken und Baumärkte vorläufig einstellen. Für Verbundgruppen und deren Anschlusshäuser bietet das INSE aktuell verschiedene Informationspakete und Austauschmöglichkeiten zur Bewältigung der Krise an. Sprechen Sie uns an!

Meilenstein der Energiewende: Smart-Meter-RoLLOUT beginnt 2020

Eigentlich sollte es schon 2016 so weit sein: Doch die hohe Hürde der Sicherheitsvorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationsverarbeitung (BSI) an die Smart-Meter-Gateways verzögerte den Start immer wieder. Nun ist es endlich soweit: Mit der EMH metering GmbH & Co. KG hat heute der dritte Anbieter ein Zertifikat auf Basis des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway erhalten. Dem voraus ging der Nachweis der Einhaltung der Sicherheitsvorgaben durch das EMH-Smart-Meter-Gateway. Auch die Herstellungs- und Entwicklungsprozesse des Herstellers sowie die Auslieferungswege der Geräte wurden durch das BSI zertifiziert.

Startschuss für Digitalisierung der Energieversorgung

Damit kann die Digitalisierung der Energieversorgung endlich beginnen. Gemäß der im Messstellenbetriebsgesetz vorgesehenen Marktanalyse (§30) sind die Voraussetzungen zum verpflichtenden Einbau von intelligenten Messsystemen dann für bestimmte Einbaugruppen gegeben, wenn drei Smart-Meter-Gateways voneinander unabhängiger Hersteller vom BSI zertifiziert wurden und die technische Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme damit vorliegen. Genau das ist jetzt der Fall.

Marktanalyse wird Anfang 2020 veröffentlicht

Die technischen Voraussetzungen für den Startschuss liegen zwar vor, aber das BSI muss seine Marktanalyse noch an die geänderten sonstigen rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen. Im Rahmen der Marktanalyse wird der Stand der Umsetzung der BSI-Standards sowie der eichrechtlichen Anforderungen über die Wertschöpfungskette Messeinrichtung, Smart-Meter-Gateway, Gateway-Administrator und Backendsysteme im Markt erfasst. Da das BSI noch die Auswirkungen geplanter Rechtsrahmenänderungen in verschiedenen Bereichen analysieren muß, erfolgt die Veröffentlichung der Marktanalyse und die Feststellung der technischen Möglichkeit in Abstimmung mit dem BSI jedoch erst Anfang 2020.

INSE-Pilotprojekt zum Energiedatenmanagement hat sich bereits mit den SMGW und der Interoperabilität im Energiesektor befasst

Der SMGW-Rollout wird die Kommunikationsstrukturen in der Energiebranche verändern, denn er schafft neue Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Energiebranche und zu Dritten. Im Rahmen des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards-Pilotprojektes „Energiedatenmanagement“ hat sich das INSE bereits seit 2018 mit den voraussichtlichen technischen Möglichkeiten des Smart-Meter-Rollouts befasst.

Erfahrungen aus dem Pilotprojekt könenn nun für Umsetzungen in der Praxis genutzt werden

Mit BAYERNWERK ist auch einer der grundzuständigen Messstellenbetreiber von Beginn an als Pilotprojektpartner involviert gewesen. Letztere tragen beginnend mit der Veröffentlichung der Markterklärung durch das BSI gemäß dem im MsBG vorgegebenen Zeitplan die Verpflichtung zum Einbau intelligenter Messsysteme. Messsysteme, die nicht den Anforderungen des BSI entsprechen, dürfen dann nicht mehr verbaut werden.

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Dena Energiewendekongress 2019: Im Zeichen des Klimaschutzes

Bundesfinanzminister Scholz verteidigt das Klimapaket der Großen Koalition

Auch in diesem Jahr traf sich das Who-is-who der Energiebranche in Berlin beim DENA Energiewende-Kongress. Unter dem Motto „Ein neuer Rahmen“ wurde die Frage diskutiert, ob die Energie- und Klimaziele für 2030 noch realistisch zu erreichen sind. Bundesfinanzminister Scholz zeigte sich jedenfalls mit dem Klimapaket der Großen Koalition zufrieden und verteidigte das Paket als wesentlichen Schritt zur Erreichung der Klimaziele 2030.

Klimaexperten und Vertreter der Energiewirtschaft sehen das Klimapaket kritisch

Nach Meinung der Experten schnitt insbesondere der Verkehr bei der Erreichung der Klimaziele schlecht ab. Anstelle einer signifikanten Senkung der Emissionen war seit 1990 zuletzt sogar ein Zuwachs der Klimagasemissionen zu verzeichnen. Trotzdem zeigte sich der Entwicklungschef von BMW zuversichtlich, dass die Autoindustrie den Turn-Around Richtung nachhaltiger Flotten doch noch schafft. Anders als VW plädierte er für Technologieoffenheit und sah neben dem Elektroantrieb auch Alternative Antriebe wie Wasserstoff chancenreich.

Ohne Integrierte Energieinfrastruktur keine erfolgreiche Energiewende

Einigkeit herrschte bei den Experten bei der Frage, dass die Energiewende nur bei beherzter Gestaltung des Rechtsrahmens inklusive stärkerer Anreizsetzung für Unternehmen und Bürger zum klimafreundlichen Handeln, weiterer Integration der Infrastruktur und unter Nutzung aller technologischen Innovationen ein Erfolg wird. Den Einstiegspreis bei der CO2-Bepreisung mit 10 Euro/Tonne CO2 ab dem Jahr 2021, wie vom Bundestag verabschiedet, sah man als dringend nachbesserungsbedürftig an.

DENA wartet mit Volume-Deal auf

Wie man klotzt statt kleckert machte die DENA denn auch gleich vor: Bei dem Energiewende-Kongress konnte die DENA-Geschäftsführung nach zweijähriger Vorbereitung einen „Volume-Deal“ im Bereich der energetischen Gebäudesanierung verkünden: Mehr als 11.000 Wohnungen werden in den nächsten Jahren zu klimaneutralen Einheiten umgebaut. Der Retrofit wird möglich durch die Technik eines holländischen Unternehmens, welches in den Niederlanden bereits mit standardisierten Baukomponenten zahlreiche Reihenhäuser und Wohnblocks auf energetisch modernsten Stand gebracht hat.

Energieeffizienz, der vernachlässigte Partner der Energiewende

„Wir müssen uns dem Thema Enegieeffizienz mit neuer Ernsthaftigkeit widmen“, hatte auf dem Energiewende-Kongress im Vorjahr noch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gefordert. Von diesem Lippenbekenntniss war allerdings in 2019 nichts zu spüren. In den Köpfen der politischen Entscheider fristet die Energieeffizienz seit Jahren ein vernachlässigtes Dasein. So wurde auf dem Kongress erneut gefordert, dass die Förderprogramme oft zu ambitionierte Ziele verfolgten anstatt mit weniger ehrgeizigen Vorgaben mehr Breitenwirkung zu entfalten. Ein gutes Beispiel ist die mit dem Klimapaket geplante Heizungsmodernisierung. Anstatt für eine Übergangszeit auch modernere Ölheizungen zuzulassen, ist nur der Wechsel auf Gas oder alternative Heiztechnologien förderfähig.

Probleme beim Netzausbau verzögern Energiewende weiter

Es ist beim Energiewende-Kognress schon ein Dauerthema: Der schleppende Ausbau des Netzes und die Zielverfehlung beim Ausbau von Wind- und Solarenergie. Mit Sorge wird betrachtet, dass andere EU-Mitgliedstaaten teilweise deutlich schneller vorankommen bei der Energiewende während Deutschland weiter zurückfällt, obwohl die Strompreise sich mittlerweile zu den höchsten der EU entwickelt haben. Insbesondere der Ausbau der Netze ist hier wesentlicher Kostentreiber im Energiesystem, denn der Ausbau-, Modernisierungs- und Steuerungsbedarf wird in den nächsten Jahren stark ansteigen.

Mehr Mut zu handeln in Politik und Gesellschaft

Der Klimawandel ist in aller Munde, aber noch nicht auf jeder „TO-do-Liste“. Es bleibt also noch viel zu tun, lautet das Fazit des diesjährigen DENA-Energiewendekongress. „Machen statt diskutieren“ foderte Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der DENA folgerichtig die Politik, aber auch alle anderen Akteure auf.

INSE bei der CDU: Vortrag zum Klimawandel


CDU-Frauenunion informiert sich zum Klimawandel

Der Bundestag hat am 15. November das Klimapaket verabschiedet. Es gab viel Kritik, dass die geplanten Maßnahmen zur Einhaltung der Pariser Klimaziele nicht ausreichen. Grund genug für die CDU-Frauenunion, Inhalt und Reichweite einer kritischen Prüfung zu unterwerfen.

In diesem Rahmen nahm Peter Schäfer, Geschäftsführer des INSE, eine Bewertung der bisherigen Energiewende, der bisherigen legislativen Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und des aktuellen Klimapaketes der Großen Koalition vor.

Fakt ist: Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Wissenschaftliche Studien und das IPPC (Intergrated Pollution Prevention and Control) werfen der Politik vor, bislang untätig gewesen zu sein. Das Thema polarisiert und spaltet die Gesellschaft und treibt viele junge Leute mit der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße. Ob Deutschland bisher tatsächlich zu wenig getan hat, war Ausgangspunkt des Vortrags von Herrn Schäfer.

Energiewende: Deutschland ist vom Vorreiter zum Nachzügler geworden

Wenn auch Deutschland mit dem Beschuss, aus der Atomenenergie auszusteigen das erste Land war, welches eine Energiewende eingeläutet hat, so haben andere Staaten, insbesondere die Nordischen Länder in der EU, Deutschland mit ihren nationalen Aktivitäten einer Energiewende aktuell längst überholt. Die deutsche Energiewende stockt, stellte Herr Schäfer fest und erläuterte Gründe und Abhilfemöglichkeiten.

Das Klimapaket: Nicht der erforderliche Wurf zur Rettung des Klimas

Das vom Bundestag am 15. November verabschiedete Klimagesetz ist mit einem Ausgabevolumen von 54 Milliarden bis 2023 zwar das größte Klimapaket, welches eine deutsche Regierung bisher verabschiedet hat. Es reicht aber nicht, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Das Fazit von Herrn Schäfer: „Bereits bevor das Klimapaket den Bundesrat passiert hat und in Kraft treten kann, ist es bereits reformbedürftig.

Der Klimawandel geht uns alle an und jeder Bürger ist gefordert

Die Einhaltung des 2-Grad-Zieles bei der Globalen Erwärmung, das Ziel des Pariser Klimaabkommens, ist eine große Herausforderung, die von jedem einen Beitrag erfordert. Durchschnittlich emittiert jeder Deutsche pro Jahr 9,9 Tonnen CO2 und liegt damit weit über dem, was zur Begrenzung der Globalen Erwärmung erforderlich ist. Denn „pro Kopf dürfen weltweit nur 2 Tonnen CO2 im Jahr erzeugt werden. Wir leben also weit über unsere Verhältnisse“ so Schäfer.

Verbesserungsmöglichkeiten und Einspartipps

In seinem Vortrag belegte Herr Schäfer, dass Wohlstand und Klimaschutz kein Widerspruch sind. Ziel kann es also nicht sein, die Soziale Marktwirtschaft abzuschaffen, wie das nicht wenige Klimaaktivisten fordern, sondern qualitatives Wachstum und die Einhaltung der Pariser Klimaziele unter einen Hut zu bekommen. Einige Beispiele, was jeder tun kann, nannte Herr Schäfer zur Abrundung des Vortrages.

Der Vortrag stieß bei den anwesenden Mitgliedern der CDU-Frauenunion auf großes Interesse und es wurde im Anschluss intensiv diskutiert. Der Vortrag ist der Auftakt einer Informationsreihe des INSE zu Energiewende und Klimaschutz in Deutschland.



eMobilität, Klimawandel & Co: Wo steht Deutschland bei der Energiewende wirklich?

Start Vortragsreihe Klimawandel – CDU-Stadtverband Remagen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Wissenschaftliche Studien und das IPPC (Intergrated Pollution Prevention and Control) werfen den Politikern vor, bislang untätig gewesen zu sein und fordern die Politik auf, bei der Bekämpfung der Globalen Erwärmung weltweit rascher zu handeln. Dabei schließen sie auch Deutschland in ihre Kritik ein. Das Thema polarisiert und spaltet die Gesellschaft und treibt viele junge Leute mit der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße.

Energiewende: Ist Deutschland Vorreiter oder Nachzügler?

Wie berechtigt ist diese Kritik und wo steht Deutschland in der Energiewende, dem Übergang von einer nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energienutzung mittels erneuerbarer Energien? Die CDU-Frauenunion Stadtverband Remagen lädt zu einem Faktencheck ein: Warum ist Klimaschutz notwendig und wo steht Deutschland in der Energiewende und im Klimaschutz heute?

Das Klimapaket: Durchbruch oder Mogelpackung?

Was bringen das vom Bundestag am 15. November verabschiedete Klimagesetz und das bisher größte Klimapaket, mit dem allein bis 2023 rund 54 Milliarden Euro ausgegeben werden sollen, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen? Und was kann und muss jeder Einzelne eigentlich tun, wenn es um den Klimawandel geht?

Antworten gibt die Vortragsreihe „Faktencheck Klimawandel“. Start ist in Remagen im Hotel Anker, Rheinpromenade 40, 53424 mit dem Geschäftsführer des INSE – Institut für Nachhaltige Unternehmensführung, Peter Schäfer, am Donnerstag, 21. November.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, Einlass 18 Uhr

Energiemanagement: Anwendertreffen bei INSE- Kooperationspartner

Smarte Energienutzung war vom 5. bis 6. November dass zentrale Thema beim BERG-Anwendertreffen in Goslar

Seit Beginn der Energiewende steigen die Preise für Energie kontinuierlich. Daher ist eine professionelle Optimierung der Verbräuche für Unternehmen und Verwaltungen zentral. Welchen Leistungsumfang und Nutzen das Energiemanagementsystems des INSE-Kooperationspartners BERG hat, demonstrierte das Unternehmen anläßlich des Anwendertreffens in Goslar.

Praxisberichte geben wertvolle Einblicke

Neben der Vorstellung wichtiger Neuerungen in der Energiemanagementsoftware Efficio und dem Lastmanagement Optimo und dem Ausblick, wohin die Reise im Energiemanagement geht, stand der Erfahrungsaustausch der Anwender aus Wirtschaft und Verwaltung im Mittelpunkt. Anhand von Praxisberichten konnten die Teilnehmer wertvolle Einblicke in die Anwendung, Umsetzungsvarianten und Analysemöglichkeiten mit dem Energiemanagement-Tool im Tagesgeschäft erlangen und so aus erster Hand erfahren, wie Transparenz über die Energibezüge und -verbräuche erzielt und Kosteneinsparungen realisiert wurden .

Überblick über die Gesetzeslage und Fördermöglichkeiten im Bereich Energiemanagement

Ein gemeinsamer Informationsstand wurde auch im Bereich der derzeit geltenden gesetzlichen Auflagen, der erzielbaren Steuervorteile und der aktuellen Fördermöglichkeiten erzielt. Das Energiemanagementsystem Efficio des Unternehmens Berg GmbH ermöglicht das kontinuierliche und systematische Erkennen von Energieeinsparpotenzialen. Die modulare aufbaubare Softwarelösung liefert in Kombination mit solider Messtechnik verlässliche Werte und ermittelt die Verbrauchsdaten schnell und übersichtlich. So lässt sich die eigene Energiebilanz deutlich verbessern. Die Optimierung des Energieverbrauchs schont dabei nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern ermöglicht auch Wettbewerbsvorteile für die Anwender.

Faire Lieferketten: Größter Kongress zum Fairen Handel Fair begegnen – Fair gestalten

Vom 18. bis 20. September war Köln die Hauptstadt des Fairen Handels. Das INSE war beim bislang größten interaktiven Kongress zum Fairen Handel unter dem Motto „Fair begegnen – Fair gestalten“ vertreten.

Auf dem Kongress, der gemeinsam von TransFair und Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgerichtet wurde, drehte sich alles um die Gestaltung fairer Lieferketten, die Aktivitäten deutscher Kommunen fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen in ihrer Beschaffung zu berücksichtigen und Bürger und Mitarbeiter über die Ziele, den Status Quo und die Notwendigkeit des fairen Handels zu informieren.

1.000 Speaker und internationale Gäste aus Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und Wissenschaft, Startup-Gründerinnen und –Gründer trafen sich im Kölner E-Werk und Palladium zum „Kongress der Ideen und Taten“. „Die Klimakrise, geopolitische und wirtschaftliche Krisen werden wir nur mit gebündelten Kräften lösen“, so Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair. „Hier auf dem Kongress erlebe ich eine kreative Diskussions- und Ideenkultur, die zeigt, dass es noch nicht zu spät ist für ein Umdenken und dass der faire Handel eine wichtige Lösungsoption ist.“

Keine Bewältigung der Klimakrise ohne Fairen Handel

Dem Fairen Handel kommt bei der Bewältigung der Klimakrise eine wichtige Rolle zu: Nur wer Lieferketten nachhaltig gestaltet, den Bauern, Arbeitern und Produzenten ermöglicht, mit ihrer Tätigkeit ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, schafft die Voraussetzungen für Umwelt- und Klimaschutz in den Entwicklungsländern. Auch die öffentliche Hand als großer Beschaffer muß hierzu ihren Beitrag leisten. Das Motto global denken und lokal handeln ist deshalb für Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt entscheidend: „Globale Verantwortung und die Umsetzung der Agenda 2030 gelingt – oder scheitert – in Kommunen“, sagte Marwede.

Fairness for Future

Gesellschaftliches Umdenken sei dringend nötig, gab Wirtschaftsökonom Niko Paech auf dem Kongress in seinem Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit, Wachstum und globale Gerechtigkeit“ zu bedenken: „Die Menschen waren nie reicher, freier, gebildeter und gaben sich problembewusster – während sie zugleich nie ökologisch verantwortungsloser lebten.“ Er forderte einen Wandel, weg vom Wachstumsparadigma, hin zu bewusstem, fairem Konsum mit Rücksicht auf die endlichen Ressourcen unseres Planeten.

Intensiver Austausch in zahlreichen, innovativen Werkstattforen

In einer Vielfalt interaktiver Sessions wie Coachings, Speed Datings und Kreativ-Werkstätten diskutierten die Teilnehmenden mögliche Wege dorthin und entwickelten Aktivitäten für Klimafairness und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Startup-Gründerinnen und -Gründer, engagierte Akteure aus Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft vernetzten sich untereinander für globale Gerechtigkeit auf lokaler Ebene und Kaffeebäuerinnen aus Mexiko, Honduras und Ruanda tauschten sich mit Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft aus. Auch Aktive der Fridays for Future-Bewegung wie Plant-for-the-Planet Gründer Felix Finkbeiner ließen es sich nicht nehmen, beim Kongress ihre Ideen und Taten einzubringen.

Auszeichnung zur Hauptstadt des Fairen Handels 2019

Neben Diskussion und Austausch bot der Kongress auch den Rahmen zum Feiern: Am Mittwochabend fand die Auszeichnungsfeier zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ statt. Nach Köln, der 2017 ausgezeichneten fairen Hauptstadt, durfte nun Neumarkt in der Oberpfalz den Titel tragen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vergeben. Neumarkt setzte sich im Bewerbungsverfahren gegen 99 Konkurrenten durch.

Am Donnerstagabend folgt die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Kampagne Fairtrade-Towns. Fast 650 Kommunen in ganz Deutschland tragen bereits den Titel und demonstrieren so ihr Engagement für den Fairen Handel. Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt mittlerweile in einer solchen Fairtrade-Town.

Smart Energy bei HANS BRUNNER

Webinar / Live-Übertragung | 27.06.2019, 14:00-15:30 Smart Energy Factory: mit eStandards die Energieeffizienz steigern Digitalisierung im Energiemanagement

Smart Energy Factory: Wie man die Energieeffizienz steigert. Das Webinar zeigt Lösungen für überbetriebliches Energiemanagement unter Nutzung von eStandards. Die Kosten für den Strombezug von Gewerblichen Unternehmen haben sich von 2006 bis 2019 verdreifacht. Eine für den Klimaschutz notwendige Energiewende ist ohne Steigerung der Energieeffizienz unmöglich. Auch mittelständische Unternehmen sind hierzu auf ein professionelles Energiemanagement angewiesen.

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Grüne Netzwerke für den Klimaschutz – Jetzt anmelden

Wie Energieeffizienz das Klima schützt

Die Europawahl ist vorüber und die Zeichen stehen auf Grün. Doch wenn es um die konkrete Umsetzung geht, gibt es noch viel zu tun. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das gilt nicht nur für Staaten, sondern auch für Unternehmen und Bürger.  Energieeffizienz ist das Stichwort, denn es gilt: Die beste Einsparung ist die Energie, die gar nicht erst benötigt wird. Was KMU über klassische Audits hinaus tun können, zeigt die Fachtagung Überbetriebliches Energiemanagement des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards am 13. Juni in Köln.

Praxisbeispiel Hans Brunner GmbH: Clever Energie steuern

Wie hält man sämtliche Energieverbräuche, insbesondere Verbrauchsspitzen, im Blick? Den Energie- und Ressourcenverbrauch zu steuern und zu überwachen, bringt Kosten- und Wettbewerbsvorteile und leistet einen positiven Umweltbeitrag durch Senkung des CO2-Ausstoßes. Am besten geht das,  wenn mittelständische Unternehmen wie die Hans Brunner GmbH überbetrieblich kooperieren.

Grüne Netzwerke zur Steigerung der Energieeffizienz

Die Hans Brunner GmbH hat sich wie viele KMU vom Verbraucher extern bezogener Energie zum Erzeuger und Verbraucher zugleich etnwickelt: Regenerative Energien wie Photovoltaik-Strom und industrielle Abwärme werden erzeugt. Es erfolgt eine Netzeinspeisung nicht verwendeten Stroms. Wertstoffkreisläufe wurden hinzugefügt. All dies macht das Ressourcen- und Energiemanagement wesentlich komplexer.

Durch die Kooperation mit Ener­giedienstleistern kann das Energiemanagement Zeit, Geld und Ressourcenschonender betrieben werden. Wie das geht, zeigt die Fachtagung am Praxisbeispiel auf.

Gerüstet sein für den Konjunkturabschwung

Der Konjunkturaufschwung verlangsamt sich, die Auftragseingänge gehen zurück und die Zeichen im Handelskrieg zwischen China und den USA stehen auf Sturm: Wer sich jetzt rüstet, ist auf rauhere Zeiten vorbereitet. Da führt  an der Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Kostenreduzierung im Energieverbrauch kein Weg vorbei.  Die Fachtagung zeigt Praxisbeispiele aus Industrie und Handel und gibt wertvolle Tips, was jetzt zur Steierung der Energieeffizienz zu tun ist.

Jetzt anmelden unter: https://www.estandards-mittelstand.de/termin/fachveranstaltung-energieeffizienz-mit-estandards-92/169/anmeldung/

Die Veranstaltung des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards ist kostenlos und richtet sich an interessierte KMU, die ihr Unternehmen – auch im Energiebereich – digitalisieren wollen und Informationen suchen, wie dies durch Kooperation im Grünen Netzwerk erfolgreich umgesetzt werden kann.

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