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Meilenstein der Energiewende: Smart-Meter-RoLLOUT beginnt 2020

Eigentlich sollte es schon 2016 so weit sein: Doch die hohe Hürde der Sicherheitsvorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationsverarbeitung (BSI) an die Smart-Meter-Gateways verzögerte den Start immer wieder. Nun ist es endlich soweit: Mit der EMH metering GmbH & Co. KG hat heute der dritte Anbieter ein Zertifikat auf Basis des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway erhalten. Dem voraus ging der Nachweis der Einhaltung der Sicherheitsvorgaben durch das EMH-Smart-Meter-Gateway. Auch die Herstellungs- und Entwicklungsprozesse des Herstellers sowie die Auslieferungswege der Geräte wurden durch das BSI zertifiziert.

Startschuss für Digitalisierung der Energieversorgung

Damit kann die Digitalisierung der Energieversorgung endlich beginnen. Gemäß der im Messstellenbetriebsgesetz vorgesehenen Marktanalyse (§30) sind die Voraussetzungen zum verpflichtenden Einbau von intelligenten Messsystemen dann für bestimmte Einbaugruppen gegeben, wenn drei Smart-Meter-Gateways voneinander unabhängiger Hersteller vom BSI zertifiziert wurden und die technische Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme damit vorliegen. Genau das ist jetzt der Fall.

Marktanalyse wird Anfang 2020 veröffentlicht

Die technischen Voraussetzungen für den Startschuss liegen zwar vor, aber das BSI muss seine Marktanalyse noch an die geänderten sonstigen rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen. Im Rahmen der Marktanalyse wird der Stand der Umsetzung der BSI-Standards sowie der eichrechtlichen Anforderungen über die Wertschöpfungskette Messeinrichtung, Smart-Meter-Gateway, Gateway-Administrator und Backendsysteme im Markt erfasst. Da das BSI noch die Auswirkungen geplanter Rechtsrahmenänderungen in verschiedenen Bereichen analysieren muß, erfolgt die Veröffentlichung der Marktanalyse und die Feststellung der technischen Möglichkeit in Abstimmung mit dem BSI jedoch erst Anfang 2020.

INSE-Pilotprojekt zum Energiedatenmanagement hat sich bereits mit den SMGW und der Interoperabilität im Energiesektor befasst

Der SMGW-Rollout wird die Kommunikationsstrukturen in der Energiebranche verändern, denn er schafft neue Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Energiebranche und zu Dritten. Im Rahmen des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards-Pilotprojektes „Energiedatenmanagement“ hat sich das INSE bereits seit 2018 mit den voraussichtlichen technischen Möglichkeiten des Smart-Meter-Rollouts befasst.

Erfahrungen aus dem Pilotprojekt könenn nun für Umsetzungen in der Praxis genutzt werden

Mit BAYERNWERK ist auch einer der grundzuständigen Messstellenbetreiber von Beginn an als Pilotprojektpartner involviert gewesen. Letztere tragen beginnend mit der Veröffentlichung der Markterklärung durch das BSI gemäß dem im MsBG vorgegebenen Zeitplan die Verpflichtung zum Einbau intelligenter Messsysteme. Messsysteme, die nicht den Anforderungen des BSI entsprechen, dürfen dann nicht mehr verbaut werden.

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Dena Energiewendekongress 2019: Im Zeichen des Klimaschutzes

Bundesfinanzminister Scholz verteidigt das Klimapaket der Großen Koalition

Auch in diesem Jahr traf sich das Who-is-who der Energiebranche in Berlin beim DENA Energiewende-Kongress. Unter dem Motto „Ein neuer Rahmen“ wurde die Frage diskutiert, ob die Energie- und Klimaziele für 2030 noch realistisch zu erreichen sind. Bundesfinanzminister Scholz zeigte sich jedenfalls mit dem Klimapaket der Großen Koalition zufrieden und verteidigte das Paket als wesentlichen Schritt zur Erreichung der Klimaziele 2030.

Klimaexperten und Vertreter der Energiewirtschaft sehen das Klimapaket kritisch

Nach Meinung der Experten schnitt insbesondere der Verkehr bei der Erreichung der Klimaziele schlecht ab. Anstelle einer signifikanten Senkung der Emissionen war seit 1990 zuletzt sogar ein Zuwachs der Klimagasemissionen zu verzeichnen. Trotzdem zeigte sich der Entwicklungschef von BMW zuversichtlich, dass die Autoindustrie den Turn-Around Richtung nachhaltiger Flotten doch noch schafft. Anders als VW plädierte er für Technologieoffenheit und sah neben dem Elektroantrieb auch Alternative Antriebe wie Wasserstoff chancenreich.

Ohne Integrierte Energieinfrastruktur keine erfolgreiche Energiewende

Einigkeit herrschte bei den Experten bei der Frage, dass die Energiewende nur bei beherzter Gestaltung des Rechtsrahmens inklusive stärkerer Anreizsetzung für Unternehmen und Bürger zum klimafreundlichen Handeln, weiterer Integration der Infrastruktur und unter Nutzung aller technologischen Innovationen ein Erfolg wird. Den Einstiegspreis bei der CO2-Bepreisung mit 10 Euro/Tonne CO2 ab dem Jahr 2021, wie vom Bundestag verabschiedet, sah man als dringend nachbesserungsbedürftig an.

DENA wartet mit Volume-Deal auf

Wie man klotzt statt kleckert machte die DENA denn auch gleich vor: Bei dem Energiewende-Kongress konnte die DENA-Geschäftsführung nach zweijähriger Vorbereitung einen „Volume-Deal“ im Bereich der energetischen Gebäudesanierung verkünden: Mehr als 11.000 Wohnungen werden in den nächsten Jahren zu klimaneutralen Einheiten umgebaut. Der Retrofit wird möglich durch die Technik eines holländischen Unternehmens, welches in den Niederlanden bereits mit standardisierten Baukomponenten zahlreiche Reihenhäuser und Wohnblocks auf energetisch modernsten Stand gebracht hat.

Energieeffizienz, der vernachlässigte Partner der Energiewende

„Wir müssen uns dem Thema Enegieeffizienz mit neuer Ernsthaftigkeit widmen“, hatte auf dem Energiewende-Kongress im Vorjahr noch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gefordert. Von diesem Lippenbekenntniss war allerdings in 2019 nichts zu spüren. In den Köpfen der politischen Entscheider fristet die Energieeffizienz seit Jahren ein vernachlässigtes Dasein. So wurde auf dem Kongress erneut gefordert, dass die Förderprogramme oft zu ambitionierte Ziele verfolgten anstatt mit weniger ehrgeizigen Vorgaben mehr Breitenwirkung zu entfalten. Ein gutes Beispiel ist die mit dem Klimapaket geplante Heizungsmodernisierung. Anstatt für eine Übergangszeit auch modernere Ölheizungen zuzulassen, ist nur der Wechsel auf Gas oder alternative Heiztechnologien förderfähig.

Probleme beim Netzausbau verzögern Energiewende weiter

Es ist beim Energiewende-Kognress schon ein Dauerthema: Der schleppende Ausbau des Netzes und die Zielverfehlung beim Ausbau von Wind- und Solarenergie. Mit Sorge wird betrachtet, dass andere EU-Mitgliedstaaten teilweise deutlich schneller vorankommen bei der Energiewende während Deutschland weiter zurückfällt, obwohl die Strompreise sich mittlerweile zu den höchsten der EU entwickelt haben. Insbesondere der Ausbau der Netze ist hier wesentlicher Kostentreiber im Energiesystem, denn der Ausbau-, Modernisierungs- und Steuerungsbedarf wird in den nächsten Jahren stark ansteigen.

Mehr Mut zu handeln in Politik und Gesellschaft

Der Klimawandel ist in aller Munde, aber noch nicht auf jeder „TO-do-Liste“. Es bleibt also noch viel zu tun, lautet das Fazit des diesjährigen DENA-Energiewendekongress. „Machen statt diskutieren“ foderte Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der DENA folgerichtig die Politik, aber auch alle anderen Akteure auf.

INSE bei der CDU: Vortrag zum Klimawandel


CDU-Frauenunion informiert sich zum Klimawandel

Der Bundestag hat am 15. November das Klimapaket verabschiedet. Es gab viel Kritik, dass die geplanten Maßnahmen zur Einhaltung der Pariser Klimaziele nicht ausreichen. Grund genug für die CDU-Frauenunion, Inhalt und Reichweite einer kritischen Prüfung zu unterwerfen.

In diesem Rahmen nahm Peter Schäfer, Geschäftsführer des INSE, eine Bewertung der bisherigen Energiewende, der bisherigen legislativen Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und des aktuellen Klimapaketes der Großen Koalition vor.

Fakt ist: Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Wissenschaftliche Studien und das IPPC (Intergrated Pollution Prevention and Control) werfen der Politik vor, bislang untätig gewesen zu sein. Das Thema polarisiert und spaltet die Gesellschaft und treibt viele junge Leute mit der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße. Ob Deutschland bisher tatsächlich zu wenig getan hat, war Ausgangspunkt des Vortrags von Herrn Schäfer.

Energiewende: Deutschland ist vom Vorreiter zum Nachzügler geworden

Wenn auch Deutschland mit dem Beschuss, aus der Atomenenergie auszusteigen das erste Land war, welches eine Energiewende eingeläutet hat, so haben andere Staaten, insbesondere die Nordischen Länder in der EU, Deutschland mit ihren nationalen Aktivitäten einer Energiewende aktuell längst überholt. Die deutsche Energiewende stockt, stellte Herr Schäfer fest und erläuterte Gründe und Abhilfemöglichkeiten.

Das Klimapaket: Nicht der erforderliche Wurf zur Rettung des Klimas

Das vom Bundestag am 15. November verabschiedete Klimagesetz ist mit einem Ausgabevolumen von 54 Milliarden bis 2023 zwar das größte Klimapaket, welches eine deutsche Regierung bisher verabschiedet hat. Es reicht aber nicht, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Das Fazit von Herrn Schäfer: „Bereits bevor das Klimapaket den Bundesrat passiert hat und in Kraft treten kann, ist es bereits reformbedürftig.

Der Klimawandel geht uns alle an und jeder Bürger ist gefordert

Die Einhaltung des 2-Grad-Zieles bei der Globalen Erwärmung, das Ziel des Pariser Klimaabkommens, ist eine große Herausforderung, die von jedem einen Beitrag erfordert. Durchschnittlich emittiert jeder Deutsche pro Jahr 9,9 Tonnen CO2 und liegt damit weit über dem, was zur Begrenzung der Globalen Erwärmung erforderlich ist. Denn „pro Kopf dürfen weltweit nur 2 Tonnen CO2 im Jahr erzeugt werden. Wir leben also weit über unsere Verhältnisse“ so Schäfer.

Verbesserungsmöglichkeiten und Einspartipps

In seinem Vortrag belegte Herr Schäfer, dass Wohlstand und Klimaschutz kein Widerspruch sind. Ziel kann es also nicht sein, die Soziale Marktwirtschaft abzuschaffen, wie das nicht wenige Klimaaktivisten fordern, sondern qualitatives Wachstum und die Einhaltung der Pariser Klimaziele unter einen Hut zu bekommen. Einige Beispiele, was jeder tun kann, nannte Herr Schäfer zur Abrundung des Vortrages.

Der Vortrag stieß bei den anwesenden Mitgliedern der CDU-Frauenunion auf großes Interesse und es wurde im Anschluss intensiv diskutiert. Der Vortrag ist der Auftakt einer Informationsreihe des INSE zu Energiewende und Klimaschutz in Deutschland.



eMobilität, Klimawandel & Co: Wo steht Deutschland bei der Energiewende wirklich?

Start Vortragsreihe Klimawandel – CDU-Stadtverband Remagen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Wissenschaftliche Studien und das IPPC (Intergrated Pollution Prevention and Control) werfen den Politikern vor, bislang untätig gewesen zu sein und fordern die Politik auf, bei der Bekämpfung der Globalen Erwärmung weltweit rascher zu handeln. Dabei schließen sie auch Deutschland in ihre Kritik ein. Das Thema polarisiert und spaltet die Gesellschaft und treibt viele junge Leute mit der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße.

Energiewende: Ist Deutschland Vorreiter oder Nachzügler?

Wie berechtigt ist diese Kritik und wo steht Deutschland in der Energiewende, dem Übergang von einer nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energienutzung mittels erneuerbarer Energien? Die CDU-Frauenunion Stadtverband Remagen lädt zu einem Faktencheck ein: Warum ist Klimaschutz notwendig und wo steht Deutschland in der Energiewende und im Klimaschutz heute?

Das Klimapaket: Durchbruch oder Mogelpackung?

Was bringen das vom Bundestag am 15. November verabschiedete Klimagesetz und das bisher größte Klimapaket, mit dem allein bis 2023 rund 54 Milliarden Euro ausgegeben werden sollen, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen? Und was kann und muss jeder Einzelne eigentlich tun, wenn es um den Klimawandel geht?

Antworten gibt die Vortragsreihe „Faktencheck Klimawandel“. Start ist in Remagen im Hotel Anker, Rheinpromenade 40, 53424 mit dem Geschäftsführer des INSE – Institut für Nachhaltige Unternehmensführung, Peter Schäfer, am Donnerstag, 21. November.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, Einlass 18 Uhr

Energiemanagement: Anwendertreffen bei INSE- Kooperationspartner

Smarte Energienutzung war vom 5. bis 6. November dass zentrale Thema beim BERG-Anwendertreffen in Goslar

Seit Beginn der Energiewende steigen die Preise für Energie kontinuierlich. Daher ist eine professionelle Optimierung der Verbräuche für Unternehmen und Verwaltungen zentral. Welchen Leistungsumfang und Nutzen das Energiemanagementsystems des INSE-Kooperationspartners BERG hat, demonstrierte das Unternehmen anläßlich des Anwendertreffens in Goslar.

Praxisberichte geben wertvolle Einblicke

Neben der Vorstellung wichtiger Neuerungen in der Energiemanagementsoftware Efficio und dem Lastmanagement Optimo und dem Ausblick, wohin die Reise im Energiemanagement geht, stand der Erfahrungsaustausch der Anwender aus Wirtschaft und Verwaltung im Mittelpunkt. Anhand von Praxisberichten konnten die Teilnehmer wertvolle Einblicke in die Anwendung, Umsetzungsvarianten und Analysemöglichkeiten mit dem Energiemanagement-Tool im Tagesgeschäft erlangen und so aus erster Hand erfahren, wie Transparenz über die Energibezüge und -verbräuche erzielt und Kosteneinsparungen realisiert wurden .

Überblick über die Gesetzeslage und Fördermöglichkeiten im Bereich Energiemanagement

Ein gemeinsamer Informationsstand wurde auch im Bereich der derzeit geltenden gesetzlichen Auflagen, der erzielbaren Steuervorteile und der aktuellen Fördermöglichkeiten erzielt. Das Energiemanagementsystem Efficio des Unternehmens Berg GmbH ermöglicht das kontinuierliche und systematische Erkennen von Energieeinsparpotenzialen. Die modulare aufbaubare Softwarelösung liefert in Kombination mit solider Messtechnik verlässliche Werte und ermittelt die Verbrauchsdaten schnell und übersichtlich. So lässt sich die eigene Energiebilanz deutlich verbessern. Die Optimierung des Energieverbrauchs schont dabei nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern ermöglicht auch Wettbewerbsvorteile für die Anwender.

Faire Lieferketten: Größter Kongress zum Fairen Handel Fair begegnen – Fair gestalten

Vom 18. bis 20. September war Köln die Hauptstadt des Fairen Handels. Das INSE war beim bislang größten interaktiven Kongress zum Fairen Handel unter dem Motto „Fair begegnen – Fair gestalten“ vertreten.

Auf dem Kongress, der gemeinsam von TransFair und Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgerichtet wurde, drehte sich alles um die Gestaltung fairer Lieferketten, die Aktivitäten deutscher Kommunen fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen in ihrer Beschaffung zu berücksichtigen und Bürger und Mitarbeiter über die Ziele, den Status Quo und die Notwendigkeit des fairen Handels zu informieren.

1.000 Speaker und internationale Gäste aus Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und Wissenschaft, Startup-Gründerinnen und –Gründer trafen sich im Kölner E-Werk und Palladium zum „Kongress der Ideen und Taten“. „Die Klimakrise, geopolitische und wirtschaftliche Krisen werden wir nur mit gebündelten Kräften lösen“, so Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair. „Hier auf dem Kongress erlebe ich eine kreative Diskussions- und Ideenkultur, die zeigt, dass es noch nicht zu spät ist für ein Umdenken und dass der faire Handel eine wichtige Lösungsoption ist.“

Keine Bewältigung der Klimakrise ohne Fairen Handel

Dem Fairen Handel kommt bei der Bewältigung der Klimakrise eine wichtige Rolle zu: Nur wer Lieferketten nachhaltig gestaltet, den Bauern, Arbeitern und Produzenten ermöglicht, mit ihrer Tätigkeit ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, schafft die Voraussetzungen für Umwelt- und Klimaschutz in den Entwicklungsländern. Auch die öffentliche Hand als großer Beschaffer muß hierzu ihren Beitrag leisten. Das Motto global denken und lokal handeln ist deshalb für Michael Marwede von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt entscheidend: „Globale Verantwortung und die Umsetzung der Agenda 2030 gelingt – oder scheitert – in Kommunen“, sagte Marwede.

Fairness for Future

Gesellschaftliches Umdenken sei dringend nötig, gab Wirtschaftsökonom Niko Paech auf dem Kongress in seinem Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit, Wachstum und globale Gerechtigkeit“ zu bedenken: „Die Menschen waren nie reicher, freier, gebildeter und gaben sich problembewusster – während sie zugleich nie ökologisch verantwortungsloser lebten.“ Er forderte einen Wandel, weg vom Wachstumsparadigma, hin zu bewusstem, fairem Konsum mit Rücksicht auf die endlichen Ressourcen unseres Planeten.

Intensiver Austausch in zahlreichen, innovativen Werkstattforen

In einer Vielfalt interaktiver Sessions wie Coachings, Speed Datings und Kreativ-Werkstätten diskutierten die Teilnehmenden mögliche Wege dorthin und entwickelten Aktivitäten für Klimafairness und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Startup-Gründerinnen und -Gründer, engagierte Akteure aus Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft vernetzten sich untereinander für globale Gerechtigkeit auf lokaler Ebene und Kaffeebäuerinnen aus Mexiko, Honduras und Ruanda tauschten sich mit Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft aus. Auch Aktive der Fridays for Future-Bewegung wie Plant-for-the-Planet Gründer Felix Finkbeiner ließen es sich nicht nehmen, beim Kongress ihre Ideen und Taten einzubringen.

Auszeichnung zur Hauptstadt des Fairen Handels 2019

Neben Diskussion und Austausch bot der Kongress auch den Rahmen zum Feiern: Am Mittwochabend fand die Auszeichnungsfeier zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ statt. Nach Köln, der 2017 ausgezeichneten fairen Hauptstadt, durfte nun Neumarkt in der Oberpfalz den Titel tragen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vergeben. Neumarkt setzte sich im Bewerbungsverfahren gegen 99 Konkurrenten durch.

Am Donnerstagabend folgt die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Kampagne Fairtrade-Towns. Fast 650 Kommunen in ganz Deutschland tragen bereits den Titel und demonstrieren so ihr Engagement für den Fairen Handel. Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt mittlerweile in einer solchen Fairtrade-Town.

Smart Energy bei HANS BRUNNER

Webinar / Live-Übertragung | 27.06.2019, 14:00-15:30 Smart Energy Factory: mit eStandards die Energieeffizienz steigern Digitalisierung im Energiemanagement

Smart Energy Factory: Wie man die Energieeffizienz steigert. Das Webinar zeigt Lösungen für überbetriebliches Energiemanagement unter Nutzung von eStandards. Die Kosten für den Strombezug von Gewerblichen Unternehmen haben sich von 2006 bis 2019 verdreifacht. Eine für den Klimaschutz notwendige Energiewende ist ohne Steigerung der Energieeffizienz unmöglich. Auch mittelständische Unternehmen sind hierzu auf ein professionelles Energiemanagement angewiesen.

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Grüne Netzwerke für den Klimaschutz – Jetzt anmelden

Wie Energieeffizienz das Klima schützt

Die Europawahl ist vorüber und die Zeichen stehen auf Grün. Doch wenn es um die konkrete Umsetzung geht, gibt es noch viel zu tun. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das gilt nicht nur für Staaten, sondern auch für Unternehmen und Bürger.  Energieeffizienz ist das Stichwort, denn es gilt: Die beste Einsparung ist die Energie, die gar nicht erst benötigt wird. Was KMU über klassische Audits hinaus tun können, zeigt die Fachtagung Überbetriebliches Energiemanagement des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards am 13. Juni in Köln.

Praxisbeispiel Hans Brunner GmbH: Clever Energie steuern

Wie hält man sämtliche Energieverbräuche, insbesondere Verbrauchsspitzen, im Blick? Den Energie- und Ressourcenverbrauch zu steuern und zu überwachen, bringt Kosten- und Wettbewerbsvorteile und leistet einen positiven Umweltbeitrag durch Senkung des CO2-Ausstoßes. Am besten geht das,  wenn mittelständische Unternehmen wie die Hans Brunner GmbH überbetrieblich kooperieren.

Grüne Netzwerke zur Steigerung der Energieeffizienz

Die Hans Brunner GmbH hat sich wie viele KMU vom Verbraucher extern bezogener Energie zum Erzeuger und Verbraucher zugleich etnwickelt: Regenerative Energien wie Photovoltaik-Strom und industrielle Abwärme werden erzeugt. Es erfolgt eine Netzeinspeisung nicht verwendeten Stroms. Wertstoffkreisläufe wurden hinzugefügt. All dies macht das Ressourcen- und Energiemanagement wesentlich komplexer.

Durch die Kooperation mit Ener­giedienstleistern kann das Energiemanagement Zeit, Geld und Ressourcenschonender betrieben werden. Wie das geht, zeigt die Fachtagung am Praxisbeispiel auf.

Gerüstet sein für den Konjunkturabschwung

Der Konjunkturaufschwung verlangsamt sich, die Auftragseingänge gehen zurück und die Zeichen im Handelskrieg zwischen China und den USA stehen auf Sturm: Wer sich jetzt rüstet, ist auf rauhere Zeiten vorbereitet. Da führt  an der Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Kostenreduzierung im Energieverbrauch kein Weg vorbei.  Die Fachtagung zeigt Praxisbeispiele aus Industrie und Handel und gibt wertvolle Tips, was jetzt zur Steierung der Energieeffizienz zu tun ist.

Jetzt anmelden unter: https://www.estandards-mittelstand.de/termin/fachveranstaltung-energieeffizienz-mit-estandards-92/169/anmeldung/

Die Veranstaltung des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards ist kostenlos und richtet sich an interessierte KMU, die ihr Unternehmen – auch im Energiebereich – digitalisieren wollen und Informationen suchen, wie dies durch Kooperation im Grünen Netzwerk erfolgreich umgesetzt werden kann.

Fachveranstaltung Energieeffizienz: Wie die Digitalisierung Unternehmen unterstützt, Energiekosten zu senken

Keine Energiewende ohne Energieeffizienz. Die Energiewende erhöht die Kosten für den Energiebezug von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Auf der anderen Seite ermöglichen regenerative Energien heute auch die eigene Stromerzeugung und Nutzung. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist daher eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen in diesem Bereich.

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Industriemesse Hannover: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Fokus

Ein Beispiel für das Leistungsspektrum des  Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards konnte INSE-Geschäftsführer Peter Schäfer mit einem Vortrag auf dem Expertenforum „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ am 4. April auf dem Messestand des Bundeswirtschaftsministeriums bei der  Hannover Messe präsentieren. Von den eStandard-Pilotvorhaben, welche das Kompetenzzentrum eStandards in verschiedenen Branchen bisher umgesetzt hat, wurde exemplarisch das Vorhaben Energiedatenmanagement ausgewählt und vorgestellt. Auf dem gut besuchten Expertenforum stieß das Beispiel zur Digitalisierung in der Energiebranche auf reges Interesse.

INSE stellvertretend für Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards am Start

Das INSE ist Konsortialpartner des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards und betreut in dieser Funktion das Umsetzungsvorhaben Energiedatenmanagement. Auf dem Expertenforum wurden nun die Ergebnisse dieses vom BMWi geförderten Pilotvorhabens vorgestellt. Kern des Vorhabens ist es, verschiedene Akteure des Energiesektors durch die Nutzung von eStandards für die Übermittlung von Lastgangdaten auf neuartige Weise zu verknüpfen und durch die Verwendung von Standards Synergien zu heben und Energiekosten zu senken.

Pilotprojekt zum überbetrieblichen Energiedatenmanagement

Zur Erfassung des Ressourcenverbrauchs zu Abrechnungszwecken haben Energieversorger und Messstellenbetreiber bei den größeren Kunden in Industrie, Handel und Handwerk sogenannte RLMs installiert, die regelmäßig die Verbräuche erfassen und übermitteln. An Stelle der Installation eigener Messsysteme zur Energieverbrauchsmessung wird im Pilotvorhaben auf dieser Infrastruktur aufgesetzt, um ein cloudbasiertes Energiemanagement für Mitteständische Unternehmen zu ermöglichen. Mit BAYERNWERK NETZ ist ein namhaftes Netzunternehmen in das Pilotvorhaben eingebunden. BAYERNWERK übermittelt die Daten an den Energiedienstleister BERG, welcher als Marktführer für Energiemanagementlösungen eine Cockpitlösung zum Energiemanagememt zur Verfügung stellt, um dem KMU-Pilotunternehmen JOBST Wohnwelt in Traunreut den cloudbasierten Zugang zu den Echtdaten der Energieaverbrauchsabrechung automatisiert zur Verfügung zu stellen und zu visualisieren.

Digitalisierung der Energiewende und „Industrie 4.0“

Das Pilotvorhaben Energiemanagementdaten ist dabei ein gutes Beispiel, welche Möglichkeiten die Digitalisierung der Energiebranche und die Nutzung von eStandards schaffen und wie verschiedenste Akteure miteinander vernetzt werden. Wie auch die anderen Vorträge im Rahmen des Expertenforums zeigte die Präsentation die Möglichkeiten von Industrie 4.0 und der Zukunft der Arbeit, die Energieverantwortliche in den Unternehmen mit mehr Informationen ausstattet, die Arbeit erleichtern kann und war damit exemplarisch für die Themen, die auf der Hannover Messe in den Kernsegmenten Industrie, Energie und Logistik in diesem Jahr im Vordergrund standen.

Kernthemen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Die wichtigsten Themen der Weltleitmesse waren in diesem Jahr der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Industrie und Robotik, die Potenziale der neuen Mobilfunkgeneration 5G in der industriellen Anwendung und die Zukunft der Arbeit in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung. So beleuchtete auch das Expertenforum die Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf Mitarbeiter und Kunden. Über die Anwendungsbeispiele von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz hinaus wurden rechtliche Fragen der KI betrachtet z.B. ob Chatbots verbindliche Verträge abschließen dürfen und welche neuen Haftungsfragen durch die Anwendung von KI entstehen.

Kooperationen erleichtern die Digitalisierung bei KMU

Damit griff das Expertenforum ein für KMU wichtiges Thema heraus. Die zunehmende Digitalsierung stellt kleine und mittlere Unternehmen derzeit vor enorme Herausforderungen. Veränderungen gehen über den Einsatz digitaler Technologien in bestehenden Strukturen hinaus. Digitale Anwendungen entlasten Menschen bei ihrer Arbeit. Andererseits machen sich viele Mitarbeiter Sorgen, wie und ob sie in automatisierte und digitalisierte Arbeitswelten integriert werden können.